Sonntag, 01. Juni, 10:00 – 11:45 Uhr

mit Norman Noél

Die ständisch anmutende Gruppenhochschule ist seit ihrer Konstituierung in den 1970er Jahren immer wieder in der Kritik. Konservative sehen die Funktionsfähigkeit durch die langen Entscheidungsprozesse gefährdet; Progressive Kräften verstricken sich wahlweise in Detail- oder Fundamentalkritik. In diesem Diskurs führen verschiedene Diskutant*innen immer wieder das Urteil des BVerfGE von 1973 an um ihre Argumentation zu erhärten. Was uns dieser Beschluss heute noch zu sagen hat und warum die Kenntnis der wesentlichen Inhalte insbesondere für linke Kritiker*innen hilfreich sein kann, soll hier herausgearbeitet werden.
Im Vortrag soll zudem dargelegt werden, wie es zum heutigen Modell der Gruppenhochschule kam und warum sich dieser Modus der Demokratie bis heute als systemstützend erwiesen hat. Dabei soll auch der Aushandlungsprozess zwischen Kollektivinteressen einerseits und der Freiheit der*des Einzelnen zumindest angerissen werden.
Anschließend wird den Teilnehmer*innen Gelegenheit gegeben in Gruppen selbst Alternativen zu skizzieren und ggf. zu diskutieren.