Samstag, 31. Mai, 18:00 – 19:30 Uhr

mit Sonja Staack

Überfüllte Hörsäle, Häppchen-Lernen, Prüfungsstress. Alles zwischen Mager-BAföG und Nebenjob und in der ständigen Sorge um einen Masterstudienplatz oder einen guten Berufseinstieg. An den Hochschulen läuft vieles schief im Bologna-Zeitalter. Dabei sollte mit der europäischen Studienreform alles besser werden – internationaler, durchlässiger, moderner in den Lehr- und Lernformen und attraktiver für Studierende aus dem In- und Ausland.
Jetzt ist das Studium vor allem stressiger und hektischer geworden. Statt Freiräumen, Debatten und Gesellschaftskritik winken starre Studienpläne und ständige Prüfungen. Wer nicht in der Regelstudienzeit und mit guten Noten abschließt, hat keine Perspektive, so die Warnung. Schnell studieren heißt also die Devise – und wenn’s geht nach drei Jahren mit dem Bachelor die Hochschule verlassen. Für eigene Projekte und kritische Wissenschaft bleibt in der neuen Hochschulwelt kaum Platz.
Sind die neuen Studiengänge die Totengräber freier Bildung? Was ist unsere Vision eines kritischen Studiums? Und wo kann man ansetzen, um Veränderungen zu erreichen? Das wollen wir in diesem Workshop diskutieren.