Samstag, 31. Mai, 14:00 – 15:45 Uhr

mit Stephanie Heck

Feministische Ansätze, die versuchen, die Geschlechterverhältnisse mit einer Kritik an den Produktionsverhältnissen in Verbindung zu bringen, sind nicht neu. In den 70er Jahren wurde von feministischen Marxistinnen die Hausarbeit von Frauen in den Mittelpunkt feministischer Kritik am Kapitalismus gestellt. Nach dem linguistic und cultural turn beschäftigen sich seit Mitte der 90er Jahre auch queerfeministische Ansätze mit ökonomischen Fragen. Hier wird versucht, die Frage nach Subjekkonstitution sowie diskursive Elemente in die Analyse von Ökonomie miteinbeziehen.
In meinem Vortrag möchte ich nun zunächst einmal danach fragen, wie genau eigentlich Ökonomie und Geschlecht in den jeweiligen Ansätzen gedacht werden und welche theoretischen Hintergründe hinter den jeweiligen Verständnissen stehen. Dabei hoffe ich, die inhaltlichen Verschiebungen und Umdeutungen die diese Begriffe im Laufe dieser theoretischen Entwicklungen erfahren haben herauszuarbeiten. Abschließend geht es dann um die Frage, was das eigentlich für das Zusammendenken von Geschlechterverhältnissen und Kapitalismus und eine kritische Auseinandersetzung mit ihnen bedeutet. .