Samstag, 31. Mai, 20:00 – 21:30 Uhr

mit Sven Lehmann

Im Zuge gegenwärtiger Hochschulreform aber auch der Orientierung am Modell „unternehmerische Hochschule“ wurden neue Reform- und Mitbestimmungsmöglichkeiten an den Hochschulen etabliert. Sie werden gemeinhin als eine Erfolgsgeschichte verkauft. Beansprucht wird neben der Umsetzung erheblicher Reformen nicht selten „Studierendenzentierung“ und Kompetenzorientierung durchgesetzt und überhaupt erst „Qualitätsstandards“ an den Hochschulen etabliert zu haben. In einem kurzen Diskussionsimpuls sollen diese Entwicklungen im Spannungsfeld von Emanzipationsversprechungen und Mitbestimmung als Regierungstechnik verortet und mit der Frage konfrontiert werden, inwiefern sich mit der gegenwärtigen Hochschulreform ein Formwandel von Bildung vollzieht. Wenn sich ein klassisches Verständnis von Bildung als „Lösungsformel“ damit auch nicht retten lässt, so lassen sich möglicherweise Bedingungen ihrer Verunmöglichung ins Bewusstsein rücken.